Effekte der frühen Förderung mathematischer Kompetenzen: erster Antragszeitraum (2004-2006)

Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Im Bereich mathematischer Kompetenzen wurde ein Programm zur Frühförderung mathematischer Kompe­tenzen entwickelt ("Mengen, zählen, Zahlen" [MZZ]; Krajewski, Nieding & Schneider, 2007), dass auf neuen Erkenntnissen der Entwicklungs- und Neuropsychologie aufbaut, die nahe legen, dass für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen das Verständnis von Mengen mit dem Verständnis von Zahlen zu integrieren ist. Im Rahmen einer Längsschnittstudie konnte gezeigt werden, dass neben mengen- auch zahlbezogenes Vorwissen zu den zentralen Vorläuferfertigkeiten für den Mathematikerwerb in der Grund­schule zählt. Das Programm wird bundesweit im letzten Kindergartenjahr von Erzieherinnen mit Kleingruppen durchgeführt (8 Wochen à 3 halbstündige Sitzungen). Das Programm wurde in einer Längsschnittstudie mit 260 Vorschulkindern auf seine Wirksamkeit überprüft (Krajewski, Nieding & Schneider, 2007). Die Kontrollgruppen erhielten entweder ein allgemeines Denktraining oder ein anderes mathematisches Förderprogramm. Eine vierte Gruppe wurde nicht trainiert. Im Ergebnis dieser Studie zeigen die Kinder der MZZ-Gruppe kurz- und langfristig einen größeren Zugewinn im Bereich der Mengen-Zahlen-Kompetenzen als die anderen Gruppen.