Die Entwicklung der räumlichen Vorstellung beim Kinde: Ein medienpsychologischer Ansatz im Rahmen der kognitiven Entwicklungspsychologie

Forschungsinitiativprojekt, gefördert von der Technischen Universität Berlin

In dem Projekt wurde der Frage nachgegangen, ob sich räumliche kognitive Operationen von Kindern durch die Anbindung von Raumanordnungen an filmische Ereignisstrukturen fördern lassen. Dazu wurde ein selbst entwickeltes Messverfahren, das Bildmaskenverfahren, entwickelt. Mithilfe eines Rechners wird dabei über ein Videobild eine verdeckende schwarze Maske gelegt. Ein quadratischer Aus­schnitt dieser Maske bleibt ausgespart. Durch diesen Ausschnitt, das Bildfenster, kann das darunter lie­gende Videobild weiter betrachtet werden. Das Bildfenster lässt sich von den Probanden mittels eines Joysticks bewegen. Gefundene Ergebnisse zeigten, dass bereits 5-jährige Kinder ihre Maskenbewegungen bei narrativen Filmen stärker an der Ereignis­struktur der Erzählung als an der räumlichen Komplexität ausrichten, Filmmontage ist demnach für das Ver­stehen wichtiger als Mise en Scène (Bildaufbau). Zudem konnte Evidenz dafür geliefert werden, dass bestimmte Ereignisdarstellungen im Film die räumliche Perspektivenkoordina­tion von Vorschulkindern unterstützen und dass die Perspektivenkoordination auch mit Hilfe filmi­scher Materialien trainierbar ist.